Diesellokomotive Nr. 112
Die Rheiner Maschinenfabrik Windhoff AG war zu Beginn der Geschichte der Motorlokomotiven maßgeblich an deren Entwicklung beteiligt. Zu den ersten Konstruktionen zählen die Loks der Typenreihe L/LW/LK, die ab 1923 vorwiegend für den Einsatz auf Anschlußbahnen gefertigt wurden.
Windhoff lieferte mit der Fabriknummer 144 eine Lok des Typs LW 170 in Normalspur am 29. September 1925 an das Städtische Hochbauamt München, wobei die Abkürzung „W" für die Ausrüstung mit Rangier-Seilwinde steht. Die Maschine besaß einen 80-PS-Kämper-Motor und war mit einem handgeschalteten Dreiganggetriebe ausgerüstet.
Durch Kriegseinwirkung brannte die Lok in München-Sendling vollständig aus und konnte erst nach erfolgter Generalreparatur im Jahre 1956 wieder in Betrieb genommen werden. Dabei erhielt die Lok einen 100-PS-6-Zylinder-Deutz-Motor mit Voith-Turbogetriebe Bauart 464 Tm sowie eine Druckluftbremsanlage mit Führer- und Zusatzbremsventil.
Mit Auflösung des Städtischen Holz- und Kohlenhofs in Obersendling wurde die Lok 1976 abgestellt und konnte 1978 durch das BEM erworben werden.